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Das Kloster

Das Bamberger Kloster zählt zu den ältesten und größten, die der Karmelitenorden auf der ganzen Welt besitzt. Die Entstehung der Klostergebäude geht auf das 11./12. Jahrhun-
dert zurück, wobei die Nutzung durch den Karmelitenorden erst ab 1589 begann, nachdem die Karmeliten ihr bis dahin bewohntes Gebäude in der Au gegen das jetzige größere Gebäude am Kaulberg tauschten, das zusätzlich einen großen Garten und eine Kirche beherbergte. Zuvor diente das Gebäude als Frauenkloster.
Die Blütezeit während der Tourainer Reform im 17. Jahrhundert schlug sich in baulichen Veränderungen nieder. Am 9. März 1658 begann man mit dem Umbau bzw. der Barockisierung der alten Zisterzienserinnen-
kirche, deren Portal aus dem 11./12. Jahr-
hundert heute als das älteste Kirchenportal Bambergs bewundert wird.

Gleichzeitig mit der Kirchenerneuerung wurden im Inneren des Klosters Umbauten vorgenommen. Sie betrafen vor allem den Pfortenbereich, die Gastzimmer und den Kreuzgang. Allgemeines Aufsehen hatte damals schon die Umgestaltung des Bibliothekbaus, der 1675-1676 mit Heiligen des Karmelitenordens kunstvoll bemalt wurde.

Der Grundstein zu den einfach gehaltenen Längsbauten des Klosters im Osten und Süden wurde am 4. Mai 1692 gelegt.
Auch die Kirche erhielt ihren malerischen, in den Kreuzgang vorspringenden und von zwei Altanen flankierten Giebelbau. 1793 folgte der barocke Aufbau des Westflügels, dessen Entwurf u. a. auf Balthasar Neumann zurückgeht.
Noch Jahrhunderte nach der Entstehung leben heute 19 Patres und Brüder in dem altehrwürdigen Kloster und praktizieren eine enge religiöse Lebensgemeinschaft.

Als ganz besondere Seltenheit wurde die teilweise Nutzung des Jahrhunderte alten Klosters als Hotel ermöglicht, sodass nach den 2010 fertiggestellten Umbauarbeiten im Westflügel des Klosters, Gäste Bambergs die einzigartige Gelegenheit haben, ein paar Tage in diesen außergewöhnichen Gemäuern zu erleben.